Zweite Leseprobe aus meinem Buch "Das Heilwissen der Bäume und die Botschaft vom Wind

Was hat es nun mit dem Begriff Präsenz auf sich, den wir schon mehrfach verwendeten? „Präsenz“ bedeutet „Gegenwart“, in diesem Falle im Sinne von „Anwesenheit“. Es geht also um die Anwesenheit eurer innewohnenden Kraft, um das bewusste Dasein lassen dieser Kraft. Wenn ihr in eurer Präsenz seid, dann seid ihr euch eurer eigenen wahren Kraft voll bewusst, dann seid ihr euch eurer wahren Natur voll bewusst. Dementsprechend ist dann eure Körperhaltung eine aufrechte, euer Atem fließt frei, euer Blick richtet sich nach Innen und nach Außen zugleich. Ihr seid GANZ HIER, ganz im JETZT, ganz im göttlichen Augenblick anwesend. Das bedeutet unter anderem auch, dass ihr euch in diesem Moment in keiner Weise mit irgendwelchen Seelenanteilen identifiziert. Ihr SEID einfach Was Ihr Seid. Wenn ihr zu Beginn eures Prozesses auch nur ab und zu einmal für einen kurzen Augenblick in diesen Zustand kommt, dann werdet ihr ein Gefühl von unbegrenzter Weite kennen lernen, unermesslichen, tiefen Frieden und eine große Freude.


Nun zurück zu euren Seelenanteilen. Was diese kennen, ist etwas ganz anderes, nämlich Enge, Stress, Unruhe, Angst und alle möglichen „negativen“ Emotionen, die letztlich aus der Angst entspringen. Wir sagten es schon: Mit diesen Emotionen eurer Anteile identifiziert ihr euch zumeist. Ihr sagt: „Ich habe Angst, ich bin wütend, ich  empfinde Schmerz...“. Dabei haben die meisten von euch nicht im Blick, wer sie Wirklich Sind und dass ihre Essenz völlig frei von solchen Emotionen ist. Ja, auch ihr Erwachenden vergesst dies immer mal wieder, wenn die Emotionen euch überrollen. Dann sagt ihr: „Mir geht es ja sooo schlecht...“, und es fällt euch schwer, in eure Präsenz zurückzufinden. In solchen Situationen könnt ihr beginnen euch darin zu üben, dass ihr euch in eine Beobachterposition begebt. Ihr geht in eurem Bewusstsein sozusagen „eine Etage höher“, nehmt Distanz zu euren Anteilen und deren Emotionen, schaut sie euch an, lasst die Emotionen einfach fließen. Auf diese Weise wird es euch möglich, Mitgefühl mit euren Seelenanteilen zu entwickeln, den Dialog mit ihnen aufzunehmen, oder sie auch einfach nur liebevoll wahrzunehmen.


Nun hören wir manche von euch einwenden: „Ich bin doch kein Übermensch! Solange ich in diesem Körper auf der Erde lebe, bin und bleibe ich ein kleiner Mensch!“ Ja... der „kleine Mensch“ ist immer noch da, auch wenn ihr euch eurer innewohnenden Kraft bewusst seid und in eure Präsenz geht. Ihr seid, ganz so wie euer Meister Jesus, von Natur aus Beides: göttlich und menschlich! Eurer göttlichen Natur ist alles, was euch auf Erden widerfährt, „gleichgültig“, aber keineswegs „egal“ in dem Sinne, dass sie es unwichtig finden würde. Eurer göttlichen Seele ist jede Erfahrung gleich gültig im Sinne von gleich wichtig. Eure menschliche Seite hingegen denkt polar und unterscheidet „angenehm“ von „unangenehm“, „erwünscht“ von „unerwünscht“. Wenn ihr nun übt, immer öfter in die Position eines neutralen Beobachters zu kommen, dann kann sich diese „kleine“ menschliche Seite allmählich, Schrittchen für Schrittchen umwandeln. Sie kann ganz langsam, in ihrem eigenen Tempo, zu erlauben lernen, dass sich ihre Schwingung erhöht. Im Zuge einer solchen Entwicklung haben es die verletzten Seelenanteile immer leichter sich zu integrieren, in die höhere Seele heimzukehren. Das „Ego“ aber „stirbt“ in diesem Prozess – wir meinen damit, dass es im Höheren Ich aufgeht, das sich dann entfalten kann.


Was kennzeichnet nun dieses Höhere Ich? Es ist nicht die Seele selbst, es steht sozusagen eine Stufe „unter“ ihr, wobei wir nicht von einer Hierarchie reden, in welcher eine Stufe „mehr wert“ wäre als die andere. Das Höhere Ich ist nicht „egoistisch“, es ist aber auch nicht „altruistisch“, es IST einfach, denn es existiert schon jenseits der Polaritäten von „gut“ und „schlecht“. Es existiert jenseits aller Bewertung und Verurteilung, es IST der Neutrale Beobachter. Zugleich aber ist es der Handelnde – jenseits von Subjekt und Objekt. Diese Gedankengänge mögen ein wenig schwierig sein, aber wenn ihr euch auf den Weg begebt, wird auch euer Verstand sie eines Tages ganz einfach finden! Jedenfalls, dieses Höhere Ich kann sich in dem Augenblick voll zu entfalten beginnen, wenn das Ego „stirbt“ und in ihm aufgeht. Im selben Augenblick beginnt ihr eure Vollständigkeit zu erfahren.


(Auszug aus dem Kapitel „Seelenanteile und Vollständigkeit“)

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