von Sylvia Morawe, Buchautorin und spirituelle Wegbegleiterin


Was macht nun eine Magdalena und einen MagdalenER der Neuen Zeit aus?
Wie ich herausfand, das, was sie in Wirklichkeit immer war und waren:
Eine Frau, die ihrem Herzen und ihrer inneren Stimme gehorcht und nach Licht, Liebe, Wahrheit, Erkenntnis und Erleuchtung strebt. In jeder Inkarnation erneut strebt sie nach Vervollkommnung und dem Ausdruck ihrer Göttlichkeit. Sie durchleuchtet selbst ihre inneren Schatten und kehrt jedes Mal ein in das Licht. Sie er-inner-t sich jedes Mal an die Verschmelzung mit IHM, ihrem männlichen Anteil im Licht.
Als Sophia, Teil der Weltenseele, durchläuft sie in jeder Inkarnation eine neue Stufe des Bewusstseins und findet sich immer wieder neu.
Sie gibt sich nicht damit zufrieden, nur Frau, nur Mutter oder nur Lehrerin oder nur Heilkundige zu sein. Sie ist in tiefer Verbundenheit mit dem Göttlichen und geht unbeirrbar den Weg ihrer Seele, aus tiefsten Herzen und in absoluter Hingabe an ihre innere Verbindung zu sich selbst und dem Göttlichen. Darin besteht ihr wahrer DIENST, egal, welchen sie sich ausgesucht hat.
In reiferen Jahren hat sie sich selbst durchleuchtet und strahlt mit ihrer Ruhe, Güte, Sanftheit, Präsenz und Liebe die Allmacht Gottes, das Licht in die Welt.
Sie ist er-blüht in der Liebe Gottes und verströmt sie. Sie ist Segen für sich und andere. Sie durchflutet alles mit Licht und Liebe. Die Schöpfung dient ihr, denn sie ist ein Teil von ihr und sie ist sich dessen bewusst. Liebevoll und bewusst sendet sie selbst Lieder der Schöpfung in die Welt, zum Wohle aller.
Sie ist die Braut im Brautgemach, der Gral und die Botschafterin des Göttlichen.
Sie ist die ewig Suchende, die ewig Wissende und die ewig Findende in EINEM.
Sie ist die Geliebte des Lichtes.... wem sie ihr Herz schenkt wird in tiefe Verbindung in das weibliche Mysterium geführt und erfährt durch SIE und IHN im Innen tiefe Heilung, Durchleuchtung und Erkenntnis...

NUN, erkennst Du dich vielleicht wieder?
Ist Dein ganzes Streben davon erfüllt, Dich SELBST und GOTT in Dir zu finden und Deine Seele frei und selbstbestimmt auf Erden zum Ausdruck zu bringen?
Ist es das tiefste Sehnen Deines Herzens, Menschen mit dieser göttlichen Kraft und Wahrheit in Verbindung zu führen?
Dann bist Du eine Magdalena bzw. ein MagdalenER (wenn Du ein Mann bist).
Wäre der richtige Ausdruck nicht APOSTEL dafür?
Aus kirchlicher Sicht schon. Die heutige Kirche wurde auch von Petrus begründet und nicht von Magdalena. Doch diese Geschichte findet Ihr in den entsprechenden Büchern bei den Buch-Tipps...
Auch als Mann kannst Du natürlich Mysterienträger sein! (Früher sagte man auch MYSTICO zu solchen Männern, in frühbiblischen Zeiten waren es Seher und Propheten). Du hast ja beides in Dir!
Ob Mann oder Frau, Dein weiblicher Anteil in Dir ist erwacht und strebt nach der inneren heiligen Hochzeit, dem Lichtmysterium der Einheit von Männlich und Weiblich in Dir. Für beide Geschlechter gilt es, sich der inneren Weiblichkeit, dem Mysterium des Herzens zu öffnen und sich der bedingungslosen Liebe hinzugeben.
Als Einheit von männlich und weiblich in Dir bist Du das Mysterium und die Liebe selbst und findest es langsam aber sicher heraus... Du wirst Dir darüber bewusst! Du kehrst in Dein eigenes Licht zurück, aus dem Urgrund des weiblichen Schoßes und der Unbewusstheit heraus.
Du lernst, dich zu er-kennen, was Du bist..., Du er-kennst Dich als Bewusstsein und Liebe, als Einheit von Gott und Göttin....
Du bist frei in Deiner Liebe und wem Du sie schenkst. Du hast keinen Mangel, denn Du fühlst Deinen Wert. Das macht dich frei von jeglichen Begierden und löst Dich von dieser Welt, auch wenn Du in dieser Welt bist.
Dieser innere Prozess ist der Mysterienlichtweg, den alle Adepten auf dem Weg ihrer Meisterschaft in sich vollzogen haben. Es ist der Weg der SELBSTERKENNTNIS. Nur wer sich selbst erkennt, kann sich letztendlich auch in seiner höchsten Vision verwirklichen... doch dazu später mehr.
 
 
Zu allen Zeiten hatte Magdalena eine Faszination, vor allem auch auf die männliche Welt. Steht sie doch für die Mystikerin und die Geheimnisvolle, für die Hure und für die Sünderin.
Die Geschichte von Maria Magdalena ist die Geschichte der Weiblichkeit, das Bild der Frau im Laufe der Jahrtausende.
Anhand der vielen klassischen Gemälde bekommen wir einen guten Eindruck, wie die Weiblichkeit sich verändern durfte und wie die zeitgenössischen Künstler Maria Magdalena interpretierten:
Magdalena, die reuige Sünderin
Magdalena, die Heilige
Magdalena, die Priesterin
Magdalena, die das Geheimnis von Leben und Tod kennt
Magdalena, die Magd des Herrn
Immer wieder wurde Magdalena in Zusammenhang mit Sexualität gebracht, ganz im Gegensatz zu einem anderem Aspekt der Göttin: Mutter Maria, die Unbefleckte, die Reine
Aus männlicher Weltanschauung gibt es diese beiden Rollen einer Frau:
Die (eigene) Mutter
Die Partnerin, die spätere Mutter der eigenen Kinder
Warum war es der Kirche so wichtig, den aktiven weiblichen Teil der Frau (Geliebte, Freundin, Heilkundige und Weise) in allen Schriften vollkommen zu ignorieren?
Warum ist sie "nur" die Zeugin der Auferstehung und wurde erst in diesem Jahr, 2017, offiziell als Apostolin anerkannt?
Das Mysterium der Schöpfung offenbart sich in der Einheit von Mann und Frau und der Hochzeit und Verschmelzung von männlich und weiblich. So entsteht neue Schöpfung. Jedes Kind weiß das sehr bald!
Die Kirchenkleriker jedoch verurteilten Sexualität, Freude und Lust und das Hiersein auf Erden. Sie deklarierten den Himmel als Reich Gottes und die Erde als verdorben, schlecht und kein Ort, an dem es sich lohnt wirklich zu bleiben.
Wo hat dies seinen Ursprung?
Das ist eine sehr interessante Frage.
Es hat mit dem Machtspiel zwischen Mann und Frau zu tun, es ist so alt wie das Menschsein.
Beide Mächte und beide Polaritäten in uns durften auf vielfache Weise erfahren werden.
Dazu hat gehört, dass beide Mächte einmal übermächtig über den anderen waren. Aus diesen Zeiten herrschen in unserem Energiesystem SEELE immer noch viel Angst, Zweifel, Wut und Neid, das nun in die Heilung und Liebe strebt.
In diesem neuen Zeitalter haben sich die Mächte in uns ausgependelt. Der Frieden und das gegenseitige Annehmen, Erkennen und die Wertschätzung der polaren Kräfte in uns selbst sorgen nun für ein kollektives Erwachen: Gott und Göttin erkennen sich und werden wieder eins, in uns selbst.
Um die männliche Herrschaft und das Patriarchat weiterhin aufrecht zu erhalten, wurde in allen heiligen Schriften die Wahrheit über die Shekaina, der weiblichen Kraft Gottes gelöscht oder ihre Bedeutung vermännlicht. Erst heute kommt langsam die Wahrheit wieder ans Licht. Die Dreiheit der katholischen Kirche Vater-Sohn und Heiliger Geist entschlüsselt sich als Vater-Sohn- und die Ruachmutter, ein alter Begriff für den Geist Gottes, der schon immer als weiblich angesehen wurde.
Langsam wird immer ersichtlicher, warum es der Kirche so wichtig war, den wahren Part Maria Magdalenas zu verheimlichen: Das Leben und Wirken beider als Einheit hätte den Menschen die Schöpfungsgeheimnisse erklärt und offenbart, nämlich der Vereinigung von männlich und weiblich, Bewusstsein und Unterbewusstsein, oben und unten, Licht und Energie, Geist und Materie, Gedanke und Gefühl, Seele und Körper, Himmel und Erde...  All dies wird durch den Akt von Liebe und Verschmelzung zur Schöpfung.
 
Gott ist eine Einheit aus zwei massgeblichen Schöpfungsprinzipien: Licht und Energie. BewusstSein und Liebe. Beides zusammen ist das, was alles in die Form bringt und die Welten erschafft: Heiliger Geist.
Es sollte den Menschen niemals offenbar werden, dass diese Einheit und ihre Wirkungsprinzipien die Schöpfungsgeheimnisse bergen, in jedem selbst vorhanden ist und das Bewusstsein darüber einen Menschen zum bewussten Schöpfer und Meister seines Lebens macht...
Nun, 2000 Jahre sind wir ein großes Stück weiter.
Doch eines hat sich noch nicht verändert: Die Entscheidung der bewussten Wahl.
Wenn Du den Ruf in Dir spürst, mehr wissen zu wollen und alles er-lösen möchtest, was Dich von Gott / dem Wesen, das Du wirklich bist fernhält, erst dann wird sich Dir dieser Weg offenbaren.
Es ist der Weg nach Innen, die Suche nach Dir Selbst. Sie beginnt in Dir.
Ich nenne diese Suche und auch das Finden
MEINEN MAGDALENENLICHTWEG.

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Webinare auf Sofengo:

 Freitag, 29.12.2017, 18 Uhr: "2018 - begrüße die Göttin in dir!"

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